Tanzordnung

Nachfolgend finden Sie unsere  - nicht ganz ernst gemeinte 

 

TANZORDNUNG

im  T a n z h a u s   L e i p z i g

Veranlassung:

Immer wieder kommt es auf der Tanzfläche zu ungewollten körperlichen Annäherungen zwischen verschiedenen Tanzpaaren – z. T. mit schmerzhaftem Ausgang (zukünftig „Kollisionen“ genannt).

Daraus entsteht das Erfordernis, die Ordnung, Sicherheit und die problemfreie Begegnungen auf der Tanzfläche Mittels Hausrecht des Eigentümers zu regeln.

 

Grundsätze:

1. Rechtstanzgebot

Grundsätzlich gilt das „Rechtstanzgebot“. Zur Vermeidung von Kollisionen wird auf dem Boden eine kreisförmige Markierung aufgebracht (durchzogene und unterbrochene Linien).

Das Überschreiten einer durchzogenen Linie ist grundsätzlich nur Anfängerpaaren gestattet, die so ihren persönlichen Schutzraum im Innenbereich erreichen können. Nicht-Tänzern bleibt der 2 qm Mittelkreis vorbehalten. Das Überschreiten der unterbrochenen Linien ist nur unter Beachtung des Gegenverkehrs gestattet und hat zügig und ohne Unterbrechung zu erfolgen.

 

2. Mindestgeschwindigkeit

Die Mindestgeschwindigkeit beträgt 11 km/h. Besonders in Kurven und beim ein- oder ausscheren zu den Sitzplätzen ist auf eine rechtzeitige Geschwindigkeitsreduktion und nachfolgenden Tanzverkehr zu achten.

Immer wieder ist zu beobachten, dass es zu abrupte Abbremsvorgängen kommt – insbesondere in der Nachfolge junger Frauen in kurzen Röcken. Dies wird hiermit ausdrücklich untersagt! Auch werden diesbezügliche „Verfolgungstänze“ mittels Abmahnung durch den DJ geahndet.

 

3. Überholen

Das Überholen hat grundsätzlich links und ohne unnötige Verzögerung zu erfolgen. In der Mitte des Überholvorgangs ist ein freundliches Nicken als Grußformel ausreichend.

 

4. Begegnungstanzverkehr

Immer wieder kommt es bei verschiedenen Tänzen, die den Einsatz weiterer Gliedmaßen wie z.B. auch der Arme und Hüften erfordern, zu ungewollten Begegnungen mit fremden Gliedmaßen. Diese Situation sollte genutzt werden, den sonst nicht möglichen Austausch von Höflichkeiten, wie Händeschütteln, Umarmungen oder Kopfnüsse zu realisieren.

 

5. Geistertänzer (nach Wikikurzia: "Tanzpaare, die sich tanzend entgegen der hausüblichen Tanzrichtung bewegen."

Geistertanzpaare, die sich - bewusst oder unbewusst - tanzend gegen den im Raum vorherrschenden "mainstream" bewegen, und so Kollisionen billigend in Kauf nehmen, werden durch den DJ öffentlich zu Ordnung gerufen. Im Wiederholungsfall droht ihnen die sofortige Abschiebung in den Küchenbereich.

 

6. Tanzproben

Proben von Schrittfolgen oder das Einstudieren von Choreographien sind nur außerhalb der Tanzfläche gestattet. Vorzugsweise sollte der äußere Eingangsbereich genutzt werden. Das Entfernen der vorhandenen Möblierung ist in diesem Fall gestattet.

 

7. Reden und schwatzen

Das reden und schwatzen, im Folgenden „plaudern“ genannt ist in den markierten Bereichen nicht gestattet, es sei denn, sie sind unbedeutend kurz, dienen der Durchsetzung der Tanzordnung oder der Wiedererlangung zuvor eingebüßter Gegenstände, wie Ohrringe, Manschettenknöpfe oder Haarspangen.

Für das Plaudern sollten vielmehr sitzend die Fensterbänke – oder bei Überfüllung derselben – der Bartresen genutzt werden.

 

8. Strafen

Verstöße werden zunächst mit einer Ermahnung geahndet.

Bei wiederholt auftretenden Verstößen wird das Tanzpaar zwangsweise auf das Niveau eines Fortschrittkurs-Paares zurückgestuft und darf erst wieder mit der Vorlage einer entsprechenden Teilnahmebescheinigung am Tanzverkehr teilnehmen.

Besonders schwere Fälle haben zudem den „Benimm-Kurs“ bei Altmeister Jörgens Senior zu absolvieren.

 

9. In-Kraft-Treten

Die Tanzordnung tritt am 01. April 2011 in Kraft.

 

Der Inhaber                                                                                                  

 

© TANZHAUS LEIPZIG

(Hinweis: Das Copyright liegt allein beim Tanzhaus Leipzig. 

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